Lernreise

Oktober

In diesen Tagen bereite ich eine – für mich – besondere Tour durch unser Bistum vor. Ein anglikanischer Theologe besucht uns. Er arbeitet vor allem im Bereich von Innovationen (in) der Kirche und ist dafür ökumenisch, also über die Konfessionen hinweg sowie weltweit anerkannt. Bei seinem Besuch möchte er nun von uns lernen! Wir begannen in meiner Abteilung mit einer Sammlung von Ideen: Orte und Menschen, die vom Bistum erzählen, und davon wie sich hier Um- und Aufbrüche in der Kirche zeigen. Nun arbeite ich an einer Art Routenplan für die Besuchswoche und schon jetzt habe ich viel gelernt.

Denn um ehrlich zu sein: Am Anfang hatte ich Sorge, wie wir so eine Woche füllen können. Doch nun muss ich zusehen, wie wir all die Initiativen eingeplant bekommen, die ich angefragt habe und die dankbar und froh waren für die Wahrnehmung und Wertschätzung. Ich lerne noch einmal mit anderen Augen zu sehen, wie viel da eigentlich ist. Wie schnell ich begonnen habe, das zu über-sehen. Ich frage mich, wie sich so eine »Übersicht« sicherstellen lässt. Auch für andere und besonders für die, die Inspiration suchen.

Der Besuch hat sich für mich schon jetzt gelohnt, denn ich habe wieder einmal eine alte Sicherheit verloren. Zu spüren bekommen, dass es bei dem, was die Zukunft der Kirche ausmacht, keine klare Rollenverteilung gibt, wer lernt. So fängt es, wie sooft, bei einer oder einem selbst an.